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Saisonrückblick – männl. B-Jugend

Eine Saison der Extreme
Die Spielzeit 2025/2026 in der Bezirksliga Kassel-Waldeck wird als eine der packendsten Saisons in die Vereinsgeschichte der HSG Lohfelden/Vollmarshausen eingehen. Was im September 2025 mit einem starken Sieg begann, entwickelte sich über Monate hinweg zu einem nervenaufreibenden sportlichen Krimi. Durch den speziellen Modus der Liga, in dem man gegen jede Mannschaft insgesamt drei Mal antrat, wurde den Spielern sowohl physisch als auch mental alles abverlangt. Dieser Rückblick dokumentiert den Weg einer Mannschaft, die nach Rückschlägen im Herbst eine beispiellose Siegesserie startete und sich am 15. März 2026 in einem echten „Endspiel“ die Krone aufsetzte.
Die „Festung“ Wilhelm-Leuschner-Halle: Ein Dank an Heiligenrode
Ein wesentlicher Faktor für unsere Entwicklung war die Konstanz in unseren Heimspielen. Da wir unsere Heimpartien in dieser Saison in der Wilhelm-Leuschner-Halle in Heiigenrode austragen durften, gebührt dem TSV Heiligenrode ein ganz besonderer Dank. Die Bereitstellung dieser Halle bot uns das professionelle Umfeld, das wir für unsere sportliche Steigerung benötigten. Die Wilhelm-Leuschner-Halle wurde schnell zu unserem zweiten Zuhause. Die hervorragende Infrastruktur und die lautstarke Unterstützung unserer Fans in Heiligenrode trieben die Jungs in den entscheidenden Momenten der Saison immer wieder zu Höchstleistungen.
Der Saisonauftakt: Ein Start nach Maß gegen Trendelburg
Die Mission Meisterschaft begann mit einem Ausrufezeichen. Im ersten Saisonspiel traf die HSG auf die JSGmB Trendelburg. In einer hochkonzentrierten Begegnung präsentierte sich die Mannschaft bereits in bester Frühform. Mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung und einer konsequenten Chancenverwertung gelang ein verdienter 33:28-Sieg. Dieser Erfolg zum Auftakt schenkte dem Team das nötige Selbstvertrauen und untermauerte den Anspruch, in dieser Saison ganz oben mitspielen zu wollen. Die Stimmung im Team war hervorragend, und der Grundstein für die kommenden Aufgaben schien gelegt.
Doch der Handballgott hielt direkt im Anschluss die erste Prüfung bereit. Am 21. September 2025 trafen wir auf die JSG Dittershausen/Waldau/Wollrode III. In einer hart umkämpften Partie, in der wir uns spielerisch schwertaten, reichte es am Ende nur für ein mühsam erkämpftes Unentschieden. Es war der erste Punktverlust der Saison.
Der Tiefpunkt im November: Die Niederlage gegen Fuldatal
Der schwerste Schlag der Hinrunde folgte am 9. November 2025. Gegen unseren größten Rivalen um den Titel, die HSG Fuldatal/Wolfsanger, mussten wir unsere erste Saisonniederlage einstecken. Dieser Sonntag war ein Moment der großen Enttäuschung. In der Kabine herrschte Stille, doch aus dieser Niederlage erwuchs ein neuer Wille. Da wir wussten, dass wir aufgrund des Modus noch zweimal gegen Fuldatal antreten würden, wurde ein klarer Plan gefasst: Wir wollten diesen Rückschlag als Motivation nutzen, um im weiteren Verlauf der Saison unschlagbar zu werden.
Die psychologische Wende: Die Revanche und der „Schwur“
Das zweite Aufeinandertreffen mit Fuldatal/Wolfsanger sollte die Richtung für den Rest der Spielzeit vorgeben. In einer dramatischen Begegnung schenkten sich beide Teams keinen Zentimeter Hallenboden. Am Ende stand ein 27:27-Unentschieden auf der Anzeigetafel. Wir hatten uns gegen den Tabellenführer einen Punkt zurückgekämpft und damit ein psychologisch entscheidendes Signal gesendet. Ab diesem Moment war die interne Marschroute für alle Beteiligten klar: Wenn wir jedes einzelne der verbleibenden Spiele bis zum Saisonende gewinnen würden, käme es am allerletzten Spieltag zum ultimativen Showdown um die Meisterschaft.
Der unaufhaltsame Siegeszug der Rückrunde
Was ab Januar 2026 folgte, glich einem sportlichen Siegeszug. Die Jungs hielten dem immensen Druck stand. Besonders im Februar 2026 zeigte die HSG ihre ganze Klasse. Nach einem deutlichen Erfolg in Wildungen (35:24) folgte am 28. Februar das absolute Offensiv-Spektakel in der Wilhelm-Leuschner-Halle: Mit einem fulminanten 40:21 fegten wir die HSG Wildungen/Friedr./Bergh. vom Platz. Auch die JSG Dittershausen wurde im dritten Duell am 21. Februar mit 35:23 souverän besiegt. Die Chancenverwertung und die mannschaftliche Variabilität im Angriff waren nun auf einem Niveau, dem kein Gegner mehr gewachsen war. Wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht und die Siegesserie hielt bis zum letzten Tag.
Der finale Showdown: Das Endspiel am 15. März 2026
Alles spitzte sich auf diesen einen Sonntag im März zu. Die Konstellation war wie im Film: Das dritte und letzte Spiel gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger war ein echtes Finale um die Meisterschaft. Wer gewinnt, wird Meister. Die Wilhelm-Leuschner-Halle in Heiligenrode kochte, die Stimmung war elektrisierend und die Anspannung greifbar. In einem Spiel, das von Taktik, Kampfgeist und purer Leidenschaft geprägt war, behielten unsere Jungs kühlen Kopf. Mit einem hochverdienten 28:25-Sieg krönten wir uns am 15. März 2026 zum Meister. Der Jubel nach dem Schlusspfiff kannte keine Grenzen – es war der verdiente Lohn für eine Mannschaft, die nach Rückschlägen nie aufgegeben hatte.
Torschützenkönig der Saison
Mit Milo Schmidt stellte die HSG Lohfelden/Vollmarshausen den besten Torschützen der gesamten Liga. Mit einer beeindruckenden Bilanz von insgesamt 137 Toren war Milo der Schrecken jeder gegnerischen Abwehr. Ob durch kraftvolle Würfe aus dem Rückraum oder eiskalte Abschlüsse in entscheidenden Phasen – seine Treffsicherheit war oft der
Dosenöffner in engen Partien. Doch dieser Rekord war auch ein Verdienst des Kollektivs, das Milo immer wieder geschickt in Szene setzte..
Fazit: Ein Titel des Charakters
Die männliche B-Jugend der HSG Lohfelden/Vollmarshausen hat in der Saison 2025/2026 bewiesen, was man mit Teamgeist und mentaler Stärke erreichen kann. Ein riesiges Dankeschön geht an das Trainerteam, die engagierten Eltern, die treuen Fans und natürlich dem TSV Heiligenrode für die Gastfreundschaft. Wir beenden die Saison als stolzer Meister und blicken voller Vorfreude auf die kommende BZÜ Liga Qualifikation, die im Mai 2026 stattfinden wird. Es heißt also jetzt Ordentliches Vorbereiten auf die Quali, damit wir diese ordentlich und mit guter Leistung absolvieren können.