Damen – HSG Reinhardswald 20:30 (12:12)
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mussten wir uns der HSG Reinhardswald am späten Sonntagabend deutlich mit 20:30 geschlagen geben.
Dabei begann die Partie zunächst vielversprechend. Wir fanden gut ins Spiel, gingen mit 4:2 in Führung und lagen auch beim 6:4 in der 15. Minute noch vorne. In dieser Phase gelang es uns, unsere Angriffe ordentlich auszuspielen und auch defensiv einige gute Akzente zu setzen.
Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich jedoch immer mehr Fehler in unser Spiel ein. Vor allem unnötige Ballverluste im Spielaufbau luden Reinhardswald immer wieder zu einfachen Toren über den Tempogegenstoß ein. Gleichzeitig zeigte der Gegner mehr Konsequenz und Einsatzbereitschaft.
Auch aus dem sehr langsamen Angriffsspiel der Gäste konnten wir keinen wirklichen Profit schlagen. Statt selbst Tempo aufzunehmen und den Gegner unter Druck zu setzen, passten wir uns zunehmend dem Spielrhythmus an. Hinzu kam eine schwache Chancenverwertung. Zu viele gute Möglichkeiten blieben ungenutzt.
Trotzdem kämpften wir uns bis zur Pause noch einmal zurück und gingen beim Stand von 12:12 mit allen Möglichkeiten in die Kabine.
Was nach dem Seitenwechsel folgte, war allerdings ein kompletter Totalausfall.
Wir verloren sowohl im Angriff als auch in der Abwehr völlig den Faden. Technische Fehler, Ballverluste, Fehlwürfe und fehlende Abstimmung zogen sich durch unser gesamtes Spiel. Mit zunehmendem Rückstand gingen auch die Köpfe immer weiter nach unten. Körpersprache und Gegenwehr waren kaum noch vorhanden und wir schafften es nicht, uns gemeinsam aus dieser Phase herauszukämpfen.
Reinhardswald nutzte unsere Fehler konsequent aus und setzte sich Tor um Tor ab. Gerade die Art und Weise, wie wir uns in der zweiten Halbzeit präsentierten, muss uns zu denken geben. Eine Niederlage kann passieren, auch ein schlechter Tag gehört dazu. Wenn spielerisch jedoch wenig funktioniert, müssen zumindest Einsatz, Kampf und Körpersprache stimmen. Genau das ließen wir an diesem Abend über weite Strecken vermissen.
Am Ende stand eine auch in dieser Höhe verdiente 20:30-Niederlage.
Nun gilt es, diesen Sonntagabend abzuhaken, das Spiel trotzdem ehrlich aufzuarbeiten und aus den Fehlern zu lernen. Denn dass wir es besser können, haben wir zumindest in der Anfangsphase und mit dem 12:12 zur Halbzeit gezeigt. Im nächsten Spiel müssen wir wieder mit deutlich mehr Konsequenz, Einsatz und vor allem dem Willen auftreten, uns auch in schwierigen Phasen gemeinsam gegen einen Rückstand zu stemmen.
Es spielten:
Tasler, Rau (Tor), Kallmeyer, Proll, Rohr, Hieronymus (2), Alsfeld (3), Pugh (1), Radon (1), Pfeil (2/1), Peter (2/1), Rybnicek, Deter (6), Sebera (1), Ciupka (2)

