Am Sonntag empfingen wir in der Wilhelm-Leuschner-Schule die dritte Mannschaft der HSG Hofgeismar/Grebenstein III. Am Ende stand ein hart erkämpfter 27:26-Erfolg für uns auf der Anzeigetafel – ein Sieg, der vor allem unsere mentale Stärke und unsere starke Abwehrleistung widerspiegelt.
Fehlwurfquote verhindert bessere erste Halbzeit
Das Spiel begann aufgrund von Verzögerungen schon fast zur nachtschlafender Zeit und wartete gleich mit einer Überraschung auf. LoVo Legende Simon Gummich ergänzte, wie vor der Saison versprochen, unser Team kurzfristig. Wir starteten engagiert in die Partie, doch früh zeigte sich unser großes Problem in den ersten 30 Minuten: eine extrem hohe Fehlwurfquote. Ganze 15 freie Würfe ließen wir ungenutzt – darunter auch zwei vergebene Siebenmeter. Immer wieder erspielten wir uns gute Chancen, scheiterten jedoch am Pfosten, gegnerischen Torhüter oder an uns selbst.
So liefen wir von Beginn an einem Rückstand hinterher. Über 3:7 und 5:11 gerieten wir bis zur Pause mit 9:15 ins Hintertreffen. Sechs Tore Rückstand – gemessen am Spielverlauf und unseren Chancen eigentlich unnötig. Positiv blieb jedoch schon hier: Unsere Abwehr arbeitete trotz des Spielstands intensiv und hielt uns im Spiel.
Starke Abwehr als Grundlage der Aufholjagd
In der zweiten Halbzeit stellten wir defensiv noch einmal deutlich um. Wir agierten aggressiver, verschoben konsequent und zwangen den Gegner zu schwierigeren Abschlüssen. Gerade in der Phase ab der 40. Minute zeigte sich unsere starke Abwehrleistung als Schlüssel zum Erfolg.
Beim Stand von 13:20 schien die Partie fast entschieden, doch wir glaubten weiter an uns. Tor um Tor kämpften wir uns heran. Besonders in Unterzahlphasen blieben wir diszipliniert und ließen uns nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem beeindruckenden Lauf stellten wir innerhalb weniger Minuten auf 21:21 – die Halle war wieder da, und wir auch.
Mentale Stärke dreht das Spiel
Was dieses Spiel besonders macht, ist die Art und Weise, wie wir zurückgekommen sind. Nach hohem Rückstand bewiesen wir echte mentale Stärke. Kein Hadern, kein Aufgeben – stattdessen volle Konzentration auf die nächste Aktion.
Auch als die Gäste wieder ausglichen, blieben wir ruhig. In der Crunch Time zeigten wir uns – wie schon in den vergangenen Spielen – erneut souverän. Wir trafen die richtigen Entscheidungen, nutzten unsere Chancen konsequenter und verteidigten in den letzten Minuten leidenschaftlich.
Der entscheidende Treffer zum 27:26 fiel in der 58. Minute. Danach verteidigten wir geschlossen als Einheit und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Genau diese Souveränität in engen Spielen zeichnet uns aktuell aus.
Die HSGII:
Noel Schmidt 7 (3/4), Paul Reinemund 6, Jannis Rohr 4, Maxim Nazarenko 3, Filip Kratzenberg 2, Simon Gummich 2, Sönke Thielemann 1, Eric Schwarz 1, Luke Merwar 1, Christian Kördel, Phil Mölck, David Würschmidt, Marcel Blumenstein, Roland Kleinschmidt, Sascha Schüssler

